Frühschoppen mit dem Original Almrauschklang

Heuer sind es genau 40 Jahre, dass der „Original Almrauschklang“ mit seinem unverwechselbaren Sound das Publikum begeistert. Eine musikalische Reise durch diese vier Jahrzehnte Tiroler Musikgeschichte gibt es zu hören beim schon traditionellen Frühschoppen mit dem Original Almrauschklang, am Sonntag, den 30. Juli 2017, ab 11.00 Uhr, beim Stoffelhäusl in St. Gertraudi. Bei Schlechtwetter eine Woche später, am Sonntag, den 6. August 2017.

Lange Nacht der Museen am 1. Oktober

Kleine „verwerfliche“ Dinge mit großen Geschichten und G’schichtln

Für die einen sind sie Kitsch und Müll, für die anderen sind es kleine Schätze. Das Stoffelhäusl zeigt bei der heurigen „Langen Nacht der Museen“ Objekte, die nur auf den ersten Blick gewöhnlich und „verwerflich“ scheinen.

Seit Jahrzehnten sammelt Martin Reiter Gegenstände, die andere weghaben wollen, aber für ihn eine große Bedeutung haben. Sie sind banal, kurios, einzigartig oder von Seltenheitswert – für den Sammler, oder aber auch für das ganze Land. Manchmal zwar noch nicht heute, aber mit Sicherheit vielleicht schon morgen oder in der nächsten Generation. Hinter jedem Objekt versteckt sich eine Geschichte oder ein Gschichtl. Und in dieser Verbindung gibt es plötzlich eine ganz andere Sichtweise auf scheinbar „Alltägliches“ oder „Verwerfliches“.

Programm

18.00 Uhr Präsentation der Stoffelhäuslbriefmarke 2016
Bücherflohmarkt zugunsten „Licht ins Dunkel“
19.00 Uhr Mundartlesung
20.00 Uhr Tirol Quizz
21.00 Uhr Mundartlesung
22.00 Uhr Tirol Quizz
23.00 Uhr Mundartlesung
24.00 Uhr Tirol Quizz

Zur Stärkung: Gerstlssuppe, Schwarzplentenkuchen, Kräutertee vom eigenen Garten

Bus-Haltestelle: Feuerwehrhaus St. Gertraudi

Frühschoppen mit dem Original Almrauschklang am 7. August

Mitteilung: Der Frühschoppen mit dem Original Almrauschklang im Stoffelhäusl musste wegen Regen um eine Woche verschoben werden und findet nun bei jeder Witterung am Sonntag, den 7. August 2016, um 11.00 Uhr, in St. Gertraudi statt. Bei Schönwetter im Stoffelhäusl und bei Schlechtwetter in der Halle vom Autohaus Strasser in 6235 St. Gertraudi 80.


Frühschoppen mit dem Original Almrauschklang am Sonntag, den 31. Juli 2016, ab 11.00 Uhr, beim Stoffelhäusl in St. Gertraudi.

Bei Schlechtwetter eine Woche später am 7. August.

Info: Tel. +43 5337 624 53 oder +43 676 82 82 82 19

„Krieg am Berg“ im Stoffelhäusl

Lange Nacht der Museen macht auch heuer wieder Station in St. Gertraudi

Das älteste noch erhaltene Knappenhaus vom Bergbau am Reither Kogel ist das „Stoffelhäusl“ in St. Gertraudi. Das 1483 erbaute, 1676 aufgestockte und 1729 letztmals erweiterte Holzhaus war in seiner über 500-jährigen Geschichte Faktorei, Krame, Bergschmiede, Krämerladen und sogar Versammlungsort der Zeugen Jehovas.

Das Foto zeigt einen 30,5-cm-Mörser in Abschussposition, aber sicher nicht beim Abschuss.

Am Samstag, den 3. Oktober, wird es ab 18 Uhr wieder zum Schauplatz der „Langen Nacht der Museen“. Es ist damit das kleinste teilnehmende Museum und das einzige, das nur einen Tag im Jahr als Museum geöffnet ist.

„Krieg am Berg“ lautet das Motto der heurigen „Langen Nacht“ im Stoffelhäusl. In der Sonderausstellung „100 Jahre Tirol im Weltkrieg“ findet man neben zahlreichen Fotografien von Tiroler Kriegsfotografen zwischen 1915 und 1917 alle möglichen Schaustücke, von persönlichen Gegenständen und Orden Tiroler Weltkriegsteilnehmer über Munition und Waffen bis zu Gebrauchsgegenständen der damaligen Zeit. Außerdem Kriegszeitungen aus Tirol, Kriegspropaganda, Feldpost, Postkarten, Aufrufe, Plakate, Sterbebilder von Soldaten aus der Umgebung und vieles mehr.

Gezeigt werden auch Filme aus dem Ersten Weltkrieg sowie um 18.30, 20.30 und 22.30 Uhr der Spielfilm „Standschütze Bruggler“. Zwischendurch gibt es Lesungen aus Kriegstagebüchern.

Die „Lange Nacht“ beginnt um 18.00 Uhr mit der schon traditionellen Präsentation der heurigen Stoffelhäusl-Sondermarke 2015 der Österr. Post und des Buches „Krieg am Berg“. Dazu serviert werden kulinarische Suppenspezialitäten wie Preßknödl-, Graukas- und Gerstlssuppe.

Margreiters Markenware im Stoffelhäusl

Briefmarkenersttag, Lesung und Tiroler Kost bei der Langen Nacht der Museen

Margreiter Hannes Briefmarke

ST. GERTRAUDI - Das älteste noch erhaltene Knappenhaus vom Bergbau am Reither Kogel, das „Stoffelhäusl“ in St. Gertraudi, lädt am Samstag, den 4. Oktober 2014, ab 18 Uhr, wieder zur „Langen Nacht der Museen“. Geboten wird diesmal eine Briefmarkenausstellung inkl. der Neuerscheinung von fünf Briefmarken sowie eine Lesung von Prof. Dr. Norbert Hölzl und Tiroler Schmankerl.

Die Briefmarken des Tiroler Künstlers Prof. Hannes Margreiter wurden bereits millionenfach in alle Welt verschickt. Seit den Anfängen seiner Tätigkeit für die Post im Jahr 1988 bis heute hat Margreiter rund 150 Briefmarken entworfen. Darunter auch die Arnold- Schwarzenegger-Sonderbriefmarke. Es war die am schnellsten ausverkaufte Auflage in der 150-jährigen Geschichte der Briefmarke.

Die bisher einzige deutsch-österreichische Gemeinschaftsmarke, „Österreichische Fußballmeister - der FC Tirol 2000“, „100 Jahre Bergrettung“ oder „Tirol 1809-2009“ stammen ebenso aus Hannes Margreiters künstlerischer Hand.

Zur bisher größten Retrospektive des Künstlers in Tirol wird dieser eine neue Briefmarkenserie mit den vier Tiroler Landeshauptleuten Günther Platter, Herwig Van Staa, Wendelin Weingartner und Alois Partl vorstellen und die Stoffelhäusl-Marke 2014 von Andrea Widmann präsentieren.

Der bekannte frühere ORF-Filmer Prof. Dr. Norbert Hölzl liest und erzählt von den vielfältigen, aber meist unbekannten Beziehungen zwischen Tirol, Österreich und Brasilien. Dazu gibt es Tiroler Kost und jede Menge Unterhaltung. Beginn ist um 18 Uhr.

Das „Stoffelhäusl“ in St. Gertraudi wurde 1483 erbaut, 1676 aufgestockt und 1729 letztmals erweitert. Das Holzhaus war in seiner über 500-jährigen Geschichte Faktorei, Krame, Bergschmiede, Krämerladen und sogar Versammlungsort der Zeugen Jehovas. Es wurde 2010/11 komplett renoviert und dient nun als Privatmuseum und kulturelle Begegnungsstätte.

Workshops mit Helmut Bistika und Martin Ceran

Karpatendeutsche Künstler malen und schnitzen mit Kindern Pferde-, Wasser- und Engelbilder

Helmut Bistika und Martin Ceran sind zwei bekannte karpatendeutsche Künstler aus der Slowakei. Sie leben in dem Städtchen Metzenseifen, in der Nähe von Košice/Kaschau, der weit im Osten liegenden, zweitgrößten Stadt der Slowakei – sie war 2013 Kulturhauptstadt Europas. Die dortige Gegend wurde schon vor fast 800 Jahren und auch in den nachfolgenden Jahrhunderten immer wieder auch von Tirolern besiedelt. Vorwiegend waren es Bergleute und Holzfäller aus den Bezirken Kitzbühel, Kufstein und Schwaz. Deshalb findet man im Karpatendeutsch heute noch viele Mundartausdrücke und Redewendungen aus dem Tiroler Dialekt.

Helmut Bistika ist inzwischen europaweit bekannt. Er organisiert und führt kreative Workshops in seiner Heimat und im Ausland. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit sind Engel. Es entstehen ganze Zyklen und Serien, die je nach Format und Material eine neue Gestalt finden.

„Man darf sich als Künstler nicht zu ernst nehmen“, davon ist der Künstler Helmut Bistika überzeugt. „Ich wollte immer Kunst studieren. Damals gab es dazu jedoch nicht so die Möglichkeiten“, erzählt der 1963 geborene Bistika von seinen Anfängen. Also studierte er erst einmal andere Fächer, unter anderem Pädagogik. Die Arbeit mit Kindern ist ihm ein Anliegen. Europaweit hält er Workshops für gesunde, kranke und behinderte Kinder und Jugendliche. „Wenn du diese Kraft und Emotionen, die Kinder in sich tragen als Erwachsener siehst, dann verwirrt dich das. Ich habe von vielen großen Künstlern gelernt, die sehr weise waren bzw. sind. Und dann kommt ein Kind und macht einen Kreis und plötzlich fragst du dich, was du da eigentlich die ganze Zeit zu lernen versuchst.“

Am Donnerstag, 7. August, findet um 19 Uhr im Stoffelhäusl in St. Gertraudi eine Vernissage mit Werken von Helmut Bistika und Schnitzkünstler Martin Ceran, eine Präsentation des Museums der Kultur der Karpatendeutschen sowie ein Kennenlernabend statt. Am Freitag, 8. und Samstag, 9. August findet jeweils von 14 bis 17 Uhr ein Workshop statt, ebenso am Sonntag, den 10. August von 10 bis 13 Uhr. Themen: Freitag – Pferde, Samstag – Wasser, Sonntag – Engel. Die Teilnahme ist kostenlos, es können auch einzelne Tage besucht werden.

Anmeldungen für die jeweils gewünschten Tage an: [email protected]




Frühschoppen mit dem Almrauschklang


Seit 37 Jahren zählt der „Original Almrauschklang“ mit seinem unvergleichigen Sound zu den fixen und nicht mehr wegzudenkenden Größen der volkstümlichen Szene. Am Sonntag, den 3. August 2014, um 11.00 Uhr spielen die beliebten fünf Vollblutmusikanten beim Stoffelhäusl in St. Gertraudi zum Frühschoppen mit Tanz auf. Die Veranstaltung findet nur bei Schönwetter statt.

Tischreservierung unter: [email protected]

Intensiv-Malworkshop mit Briefmarkenkünstler Prof. Hannes Margreiter im Stoffelhäusl

ST. GERTRAUDI – „Jedes Kind ist ein Künstler. Das Problem ist nur, wie man ein Künstler bleibt, wenn man größer wird.“ Mit diesem Zitat von Pablo Picasso hält es auch Kunstmaler Prof. Hannes Margreiter. Der gebürtige Kundler zählt zu den international renommiertesten Briefmarkenkünstlern. Alleine die Österreichische Post hat schon über 120 von ihm gestaltete Briefmarken von ihm herausgegeben. Als erster Österreicher hat er auch eine Sondermarke für die BRD gestaltet, ebenso eine Sondermarke für „Governor Arnold Schwarzenegger“.

Hannes Margreiter
Hannes Margreiter

Vom 7. bis 11. Juli und 14. bis 18. Juli 2014 leitet Margreiter zum dritten Mal Acrylwochen in Tirol. Hannes Margreiter: „Unser Atelier wird wieder das über 530 Jahre alte Stoffelhäusl in St. Gertraudi, tausende Motive mit Burgen, Bergen, Wäldern, Bächen und Seen finden sich in der näheren Umgebung.“

Unter der fachgerechten Anleitung des Kursleiters bieten Acrylfarben beste Voraussetzungen für einen ersten oder auch neuen Einstieg in die Malerei. Gearbeitet wird mit den unterschiedlichsten Materialien und Werkzeugen in Verbindung mit den Acrylfarben als Grundstoff.
Laut Margreiter sind für seine Kurse keine Vorkenntnisse erforderlich. Es gehe vor allem darum Kreativität zu wecken und Freude am Malen zu entdecken! Hannes Margreiter gibt aber auch eine Einführung in das Arbeiten mit Acrylfarben sowie in die Grundlagen der Farbharmonie. Die Kursteilnehmer will er zum Experimentieren mit verschiedenen Materialien verleiten und mit ihnen als Höhepunkt des Gelernten eine „Abschlussarbeit“ gestalten, die im Rahmen einer Abschlussvernissage am 18. Juli ausgestellt wird.

Informationen und Anmeldung zum Kurs unter: margreiter.net

Malkurs 2013

Nackte Tatsachen im Stoffelhäusl

Erotische & Akt-Photographie 1845 – 1925

Aktfotografie Plakat A3

Vom 6. bis 9. Juni findet im Stoffelhäusl in St. Gertraudi die Sonderausstellung „Nackte tatsachen“ statt. Gezeigt werden rund 200 historische Aktfotografien aus der Zeit von 1845 bis 1925. Die Ausstellung wird am Freitag, 6. Juni, um 19 Uhr mit einer Lesung von Ludwig Dornauer – begleitet von Grammophonmusik – eröffnet und ist an den Folgetagen jeweils von 18 bis 22 Uhr geöffnet.

Der Akt, der unbekleidete menschliche Körper, ist seit Erfindung der Fotografie ein zentrales Thema und Motiv in diesem Medium. Die Ausstellung „Nackte Tatsachen“ im Stoffelhäusl in Tirol visualisiert die lange Historie der Aktfotografie.

Facettenreich präsentiert die Ausstellung das Körperbild, die sich zwischen 1845 und 1925 veränderten Darstellungsformen sowie das gewandelte Körper- und Geschlechterverständnis. Daguerreotypien, die seit den 1840er Jahren in Paris entstanden, bilden den Anfang der Aktfotografie.
Die fotografischen „Akademien“, die, meist auf einem Abzug ein Modell von unterschiedlichen Seiten in verschiedenen Positionen wiedergaben, waren für viele Künstler ab der Mitte des 19. Jahrhunderts eine preiswerte Studienvorlage.

Die Zeit um 1900 gilt heute als eine Ära von Verspannung, Prüderie und Körperfeindlichkeit. Doch es war auch die Epoche, in der die Moderne begann. Die Menschen befreiten sich von Konventionen und entwickelten ein neues Verhältnis zu ihrem Körper. Kehrt zur Natur zurück!, lautete die Parole der Lebensreform-Bewegung. Was auch hieß: Zieht euch aus!

2. Acrylmalkurs im Stoffelhäusl

Lernen Sie die vielen kreativen Möglichkeiten der Acrylfarben kennen. Pinsel, Spachteln, Strukturen oder Collagen – alles eine Sache des „TUN‘S“. Mit ganz einfachen Techniken zaubern Sie Ihre Werke auf Keilrahmen.

Für mehr Informationen klicken Sie hier.

Historisch Amüsantes im Tiroler Dreiländereck

Von links: Sagzahnschmied Hans Guggenberger, Prof. Dr. Norbert Hölzl, Buchautor Martin Reiter und EU-Konsulent Dr. Johannes Außerladscheiter.

Prof. Dr. Norbert Hölzl präsentierte sein neues Buch im Stoffelhäusl

ST. GERTRAUDI (2013-05-03) – Im Stoffelhäusl in St. Gertraudi, wo sich früher sozusagen im „Dreiländereck“ die Grenzen von Bayern, Salzburg und Tirol trafen, präsentierte Prof. Dr. Norbert Hölzl vor honorigen Gästen aus Tirol, München und Wien sein Taschenbuch „650 Jahre Tirol und Österreich“.

Der Untertitel „Ein Durcheinander vom ersten Tag bis heute“ lässt schon auf einen humorvollen, hintergründigen und teils auch sarkastischen Inhalt schließen. Das kleine Buch beginnt mit dem schönen Schloss Tirol sowie Margarethe von Tirol, deren Beiname Maultasch bis heute für Denunzierungen sorgt und endet mit der heruntergewirtschafteten AUA, die sogar den Firmennamen „Tyrolean“ ausradierte.

Norbert Hölzl: „Die Verbundenheit der Tiroler mit ihrem Bundesland ist 6x höher als jene der Wiener mit Wien. Eine niederschmetternde Bilanz nach 650 gemeinsamen Jahren.“ Hölzl schreibt in seinem Buch, wie Rudolf IV. vor 650 Jahren unter sehr dubiosen Umständen Tirol für Österreich erwarb.“ Der damals 23-jährige Herzog trägt den stolzen Beinamen „der Stifter“. Welchen Beinamen hat Norbert Hölzl diesem Herzog verpasst, dem die größte Urkundenfälschung der deutschen Reichsgeschichte gelang? – Rudolf der Fälscher! Und Hölzl schreibt auch über „Diebstähle“: Jenen der weltberühmten Saliera aus dem Schloss Ambras vor gut 200 Jahren und jenen des berühmten Pacher-Altars durch die Bayern. Bis heute kerhte keines der Kunstwerke zurück nach Tirol. Das eine steht in Wien, das andere in München.

Gerhard Klambauer und Karl Seidl von der Österr. Nationalbank im Wien.

Kabarettist Franz „Kaiser“ Eberharter und Bezirkshauptmann Dr. Karl Mark amüsieren sich über Norbert Hölzls historische Betrachtungen.

Entwarnung bei „Wasserprivatisierung“, aber Warnung vor Antibiotikaresistenz in der EU

Dialog im Stoffelhäusl
Von links: Dr. Hannes Ausserladscheiter, LK-Präsident Ing. Josef Hechenberger, EU-Parlamentarier Mag. Dr. Richard Seeber, TIROLER-Vorstand Mag. Franz Mair und Martin Reiter.

Seeber: 25.000 Europäer sterben infolge von Antibiotikaresistenz

ST. GERTRAUDI (2013-01-03) – Bei einem Neujahrstreffen mit ausgesuchten Tiroler Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Medizin, Landwirtschaft, Kultur und Politik zeigte Europaparlamentarier Mag. Dr. Richard Seeber am Beispiel des Schlagwortes "Wasserprivatisierung" auf, wie EU-Entwürfe in der nationalen Politlandschaft falsch dargestellt werden, die EU als willkommener Sündenbock für alle möglichen „Fehler“ herhalten muss und Österreich sich als „EU-Musterknabe“ selbst Wettbewerbsnachteile schafft.

EU-Konsulent Dr. Hannes Ausserladscheiter und Buchautor Martin Reiter hatten am Donnerstagabend eine hochkarätige Runde zu einem informellen Gespräch ins „Stoffelhäusl“ nach St. Gertraudi geladen. Unter den Gästen fanden sich u. a. LK-Präsident Ing. Josef Hechenberger, TIROLER-Vorstand Mag. Franz Mair, Architekt Erich Brunner, Arzt Dr. Magnus Bitterlich, Autohaus-Geschäftsführer Wolfgang Wurm, Kabarettist Franz Eberharter, Bgm. Josef Brunner (Gallzein), der Immobiliensachverständige Thomas Grasl sowie Tischlermeister Klaus Reiter und Immobilientreuhänder Ernst Eder.

Keine Wasserprivatisierung

Zur angeblich von der EU geplanten Wasserprivatisierung meine Richard Seeber: „Dies ist schlicht und einfach falsch. Der derzeit diskutierte Gesetzesvorschlag sieht keinen Eingriff in die Entscheidungsfreiheit der öffentlichen Hand vor, ob sie Dienste der Daseinsvorsorge oder Infrastrukturleistungen wie Wasser- oder Energieversorgung konzessioniert. Ob und an wen ein Land bestimmte Dienstleistungen konzessioniert, wird weiter von Bund, Ländern und Gemeinden entschieden, nicht von der EU“.

EU oft als Prügelknabe

Nicht fair findet es Seeber, dass die EU ständig als Prügelknabe herhalten muss. Seeber: „Alle möglichen negativen Verordnungen oder Gesetze werden stets auf die EU geschoben. Bis zur Verordnung von Auto-Stellplätzen bei Wohnanlagen und WCs in Restaurants. Den wenigsten Menschen ist leider bekannt, dass der Großteil der Gesetze und Verordnungen immer noch auf Gemeinde-, Landes- oder Bundesebene verabschiedet werden.“ Ihm sei keine „Kloordnung der EU“ bekannt, meinte Seeber schmunzelnd, und ergänzend verweist er darauf, dass es in Strassbourg oder Brüssel wohl in den meisten Lokalen sogar nur ein WC gebe. Hier bedürfe es einer weitaus besseren Öffentlichkeitsarbeit der Europäischen Gemeinschaft. Denn das „Friedensprojekt EU“, das uns seit 1945 vor Kriegen verschont hat, ist in den Köpfen nicht vorhanden.

25.000 Europäer sterben infolge von Antibiotikaresistenz

Weiters thematisierte Seeber die ständig steigende Anwendung von Antibiotika. „Wenn Antibiotika zu viel verwendet werden, verlieren sie ihre Wirkung. Deshalb hat das EU-Parlament eine Resolution verabschiedet, in der es Maßnahmen gegen überflüssige und unsachgemäße Verwendung von Antibiotika in der Human- und Veterinärmedizin fordert.“ so Seeber. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jedes Jahr rund 25.000 Europäer infolge von Antibiotikaresistenz. Außerdem entstehen Kosten von rund 1,5 Milliarden Euro. "Teil des notwendigen Maßnahmenpaketes ist auch eine bessere Vorbeugung und Eindämmung von Infektionen. Wir müssen jetzt handeln, damit Antibiotika morgen noch wirken", so Seeber.

Regionen und Städte sind wichtig, um Europas Wirtschaft anzukurbeln

Richard Seeber: „Das echte Europa ist das Europa der Regionen, Städte und Dörfer. Hier werden Entscheidungen gemacht, die unsere Lebensqualität direkt beeinflussen. Hier wird entschieden, in was genau investiert werden soll. Dafür können die Regionen die Hilfsmittel der EU nutzen, um neue Job zu schaffen und Firmen wettbewerbsfähiger zu machen.“

Seebers Tipp: „Heute sollten junge Tiroler Absolventen nicht einfach nur einen Job suchen, sondern auch versuchen, ihr eigenes Geschäft zu gründen. Die Vielzahl an EU-Fonds hilft bei der Firmengründung – und damit auch Europa.“

Sorgsamer Umgang mit Pflanzenschutzmitteln

Gerade für die Europäische Volkspartei ist klar, dass wir strenge Kriterien für alle toxischen Stoffe brauchen und eine größere Flexibilität bei der Substitution und der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln notwendig ist", betonte Seeber, „es geht hier um eine gemeinsame Verantwortung des Herstellers und des Verwenders.“

Dazu LK-Präsident Ing. Josef Hechenberger: „Pflanzenschutzmittel sind nicht nur in der Landwirtschaft ein wichtiges Instrument, um die Verbreitung von Krankheiten und Schädlingen bei Pflanzen zu vermeiden. Auch in anderen Bereichen, wie etwa bei der Pflege von kommunalen Grünflächen, im Industriegelände, bei Gleisanlagen oder bei Straßen, Wegen und Plätzen, aber auch in heimischen Gärten werden Pflanzenschutzmittel angewendet.“

Die Versorgung der Bevölkerung mit ausreichenden, qualitativ hochwertigen und leistbaren Lebensmitteln erfordere auch den Einsatz eines effektiven und nachhaltigen Pflanzenschutzes in der Landwirtschaft. „Die Landwirte wissen um den sorgsamen Umgang mit Pflanzenschutzmittel. Immerhin geht es dabei ja auch um den Erhalt ihrer eigenen Produktionsbedingungen", weist Hechenberger auf umfangreiche Schulun-gen und Informationsmöglichkeiten für Landwirte hin.

Dennoch ist es notwendig, die Verwendung von Pflanzenschutzmittel in allen Bereichen gründlich auf ihre Wirkungen zu untersuchen. "Wir Bauern nehmen das Thema sehr ernst und begrüßen daher eine umfangreiche Debatte", schloss Hechenberger.

Acrylmalwoche

Hannes Margreiter

mit dem international renommierten Briefmarkenkünstler Hannes Margreiter
vom 15. bis 20. Juli 2012 im Stoffelhäusl

Näheres in diesem PDF.

Alte Ofenkacheln

Martin Reiter, Sarah Leib u. Robert Stibich

Beim Aus­gra­ben des Stu­ben­bo­dens ent­deck­te Mar­tin Rei­ter im Som­mer 2010 Ei­senschlacke und zahlrei­che Ofenka­cheln, die laut Uni­ver­si­täts­profes­soren aus Inns­bruck, Krems und Tü­bin­gen aus dem 15. und 16. Jahr­hundert stam­men.

Mag. Sarah Leib, die derzeit ge­rade Ihre Disser­tati­on zum The­ma „mit­telalterli­che Ofenka­cheln in Ti­rol und Vor­arlberg“ schreibt, mach­te sich ein Bild an der Fund­stel­le und zeig­te sich von den kunst­voll ge­stalte­ten, fast 500 Jah­re al­ten Ofenka­cheln begeis­tert. Leib: „Die­se Ent­deckung ist ei­ne ideale Er­gänzung zu mei­nen bis­he­ri­gen For­schun­gen.“ Mar­tin Rei­ter freut sich: „Frau Leib hat neue Fund­objekte und wir erfah­ren etwas über die­se bemerkenswer­ten Stücke.“

In­ter­essant sind aber auch zahlrei­che Schla­ckenfun­de im soge­nann­ten „Stoffelhäusl“. DI Robert Stibich vom Tiro­ler Bergbau- und Hüt­ten­muse­um vermu­tet, dass im Knappenhäusl früher ein­mal auch ein Schmied sei­ne Ar­beit ver­rich­te­te. „Von ihm stam­men wohl die Ei­sen­schla­cken.“

Aber auch ein his­tori­scher Ton­pfei­fen­kopf, Schel­len, Gläser und Ton­scher­ben aus dem 15. und 16. Jahr­hundert wur­den gefun­den. Mar­tin Rei­ter: „Durch die­se Fun­de und die Auf­arbei­tung der Ge­schich­te dieses Hauses be­kom­men wir ganz neue Ein­blicke in die mit­telalterli­che Bergbau­ge­schich­te un­se­rer Gegend.“

Die Fa­milie Rei­ter will das letzte ori­gi­nal erhal­tene Knappen­haus der Nach­welt erhal­ten. Mar­tin Rei­ter: „Man­che können das nicht ver­stehen, dass man sei­ne En­ergie und Geld in ein so altes Haus steckt. Aber je­der hat eben sein Hob­by, an­de­re brau­chen ihr Geld zum Rau­chen oder für teu­re Ur­laube – wir ste­cken es in die Erhal­tung ei­nes örtli­chen Baudenkmals.“

Den Ein­satz für die Erhal­tung der Vergan­genheit wird wohl erst die Nach­welt einmal so richtig schät­zen.

Quelle: Kronen Zeitung