Heuer sind es genau 40 Jahre, dass der „Original Almrauschklang“ mit seinem unverwechselbaren Sound das Publikum begeistert. Eine musikalische Reise durch diese vier Jahrzehnte Tiroler Musikgeschichte gibt es zu hören beim schon traditionellen Frühschoppen mit dem Original Almrauschklang, am Sonntag, den 30. Juli 2017, ab 11.00 Uhr, beim Stoffelhäusl in St. Gertraudi. Bei Schlechtwetter eine Woche später, am Sonntag, den 6. August 2017.
Kleine „verwerfliche“ Dinge mit großen Geschichten und G’schichtln
Für die einen sind sie Kitsch und Müll, für die anderen sind es kleine Schätze. Das Stoffelhäusl zeigt bei der heurigen „Langen Nacht der Museen“ Objekte, die nur auf den ersten Blick gewöhnlich und „verwerflich“ scheinen.
Seit Jahrzehnten sammelt Martin Reiter Gegenstände, die andere weghaben wollen, aber für ihn eine große Bedeutung haben. Sie sind banal, kurios, einzigartig oder von Seltenheitswert – für den Sammler, oder aber auch für das ganze Land. Manchmal zwar noch nicht heute, aber mit Sicherheit vielleicht schon morgen oder in der nächsten Generation. Hinter jedem Objekt versteckt sich eine Geschichte oder ein Gschichtl. Und in dieser Verbindung gibt es plötzlich eine ganz andere Sichtweise auf scheinbar „Alltägliches“ oder „Verwerfliches“.
Programm
18.00 Uhr
Präsentation der Stoffelhäuslbriefmarke 2016
Bücherflohmarkt zugunsten „Licht ins Dunkel“
19.00 Uhr
Mundartlesung
20.00 Uhr
Tirol Quizz
21.00 Uhr
Mundartlesung
22.00 Uhr
Tirol Quizz
23.00 Uhr
Mundartlesung
24.00 Uhr
Tirol Quizz
Zur Stärkung: Gerstlssuppe, Schwarzplentenkuchen, Kräutertee vom eigenen Garten
Mitteilung: Der Frühschoppen mit dem Original Almrauschklang im Stoffelhäusl musste wegen Regen um eine Woche verschoben werden und findet nun bei jeder Witterung am Sonntag, den 7. August 2016, um 11.00 Uhr, in St. Gertraudi statt. Bei Schönwetter im Stoffelhäusl und bei Schlechtwetter in der Halle vom Autohaus Strasser in 6235 St. Gertraudi 80.
Frühschoppen mit dem Original Almrauschklang am Sonntag, den 31. Juli 2016, ab 11.00 Uhr, beim Stoffelhäusl in St. Gertraudi.
Bei Schlechtwetter eine Woche später am 7. August.
Lange Nacht der Museen macht auch heuer wieder Station in St. Gertraudi
Das älteste noch erhaltene Knappenhaus vom Bergbau am Reither Kogel ist das
„Stoffelhäusl“ in St. Gertraudi. Das 1483 erbaute, 1676 aufgestockte und 1729
letztmals erweiterte Holzhaus war in seiner über 500-jährigen Geschichte
Faktorei, Krame, Bergschmiede, Krämerladen und sogar Versammlungsort der Zeugen
Jehovas.
Das Foto zeigt einen 30,5-cm-Mörser in Abschussposition, aber sicher nicht
beim Abschuss.
Am Samstag, den 3. Oktober, wird es ab 18 Uhr wieder zum Schauplatz der
„Langen Nacht der Museen“. Es ist damit das kleinste teilnehmende Museum und
das einzige, das nur einen Tag im Jahr als Museum geöffnet ist.
„Krieg am Berg“ lautet das Motto der heurigen „Langen Nacht“ im Stoffelhäusl.
In der Sonderausstellung „100 Jahre Tirol im Weltkrieg“ findet man neben
zahlreichen Fotografien von Tiroler Kriegsfotografen zwischen 1915 und 1917
alle möglichen Schaustücke, von persönlichen Gegenständen und Orden Tiroler
Weltkriegsteilnehmer über Munition und Waffen bis zu Gebrauchsgegenständen der
damaligen Zeit. Außerdem Kriegszeitungen aus Tirol, Kriegspropaganda,
Feldpost, Postkarten, Aufrufe, Plakate, Sterbebilder von Soldaten aus der
Umgebung und vieles mehr.
Gezeigt werden auch Filme aus dem Ersten Weltkrieg sowie um 18.30, 20.30 und
22.30 Uhr der Spielfilm „Standschütze Bruggler“. Zwischendurch gibt es
Lesungen aus Kriegstagebüchern.
Die „Lange Nacht“ beginnt um 18.00 Uhr mit der schon traditionellen
Präsentation der heurigen Stoffelhäusl-Sondermarke 2015 der Österr. Post und
des Buches „Krieg am Berg“. Dazu serviert werden kulinarische
Suppenspezialitäten wie Preßknödl-, Graukas- und Gerstlssuppe.
Briefmarkenersttag, Lesung und Tiroler Kost bei der Langen Nacht der Museen
ST. GERTRAUDI - Das älteste noch erhaltene Knappenhaus vom Bergbau am Reither Kogel, das „Stoffelhäusl“ in St. Gertraudi, lädt am Samstag, den 4. Oktober 2014, ab 18 Uhr, wieder zur „Langen Nacht der Museen“. Geboten wird diesmal eine Briefmarkenausstellung inkl. der Neuerscheinung von fünf Briefmarken sowie eine Lesung von Prof. Dr. Norbert Hölzl und Tiroler Schmankerl.
Die Briefmarken des Tiroler Künstlers Prof. Hannes Margreiter wurden bereits millionenfach in alle Welt verschickt. Seit den Anfängen seiner Tätigkeit für die Post im Jahr 1988 bis heute hat Margreiter rund 150 Briefmarken entworfen. Darunter auch die Arnold- Schwarzenegger-Sonderbriefmarke. Es war die am schnellsten ausverkaufte Auflage in der 150-jährigen Geschichte der Briefmarke.
Die bisher einzige deutsch-österreichische Gemeinschaftsmarke, „Österreichische Fußballmeister - der FC Tirol 2000“, „100 Jahre Bergrettung“ oder „Tirol 1809-2009“ stammen ebenso aus Hannes Margreiters künstlerischer Hand.
Zur bisher größten Retrospektive des Künstlers in Tirol wird dieser eine neue Briefmarkenserie mit den vier Tiroler Landeshauptleuten Günther Platter, Herwig Van Staa, Wendelin Weingartner und Alois Partl vorstellen und die Stoffelhäusl-Marke 2014 von Andrea Widmann präsentieren.
Der bekannte frühere ORF-Filmer Prof. Dr. Norbert Hölzl liest und erzählt von den vielfältigen, aber meist unbekannten Beziehungen zwischen Tirol, Österreich und Brasilien. Dazu gibt es Tiroler Kost und jede Menge Unterhaltung. Beginn ist um 18 Uhr.
Das „Stoffelhäusl“ in St. Gertraudi wurde 1483 erbaut, 1676 aufgestockt und 1729 letztmals erweitert. Das Holzhaus war in seiner über 500-jährigen Geschichte Faktorei, Krame, Bergschmiede, Krämerladen und sogar Versammlungsort der Zeugen Jehovas. Es wurde 2010/11 komplett renoviert und dient nun als Privatmuseum und kulturelle Begegnungsstätte.
Karpatendeutsche Künstler malen und schnitzen mit Kindern Pferde-, Wasser- und Engelbilder
Helmut Bistika und Martin Ceran sind zwei bekannte karpatendeutsche Künstler aus der Slowakei. Sie leben in dem Städtchen Metzenseifen, in der Nähe von Košice/Kaschau, der weit im Osten liegenden, zweitgrößten Stadt der Slowakei – sie war 2013 Kulturhauptstadt Europas. Die dortige Gegend wurde schon vor fast 800 Jahren und auch in den nachfolgenden Jahrhunderten immer wieder auch von Tirolern besiedelt. Vorwiegend waren es Bergleute und Holzfäller aus den Bezirken Kitzbühel, Kufstein und Schwaz. Deshalb findet man im Karpatendeutsch heute noch viele Mundartausdrücke und Redewendungen aus dem Tiroler Dialekt.
Helmut Bistika ist inzwischen europaweit bekannt. Er organisiert und führt kreative Workshops in seiner Heimat und im Ausland. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit sind Engel. Es entstehen ganze Zyklen und Serien, die je nach Format und Material eine neue Gestalt finden.
„Man darf sich als Künstler nicht zu ernst nehmen“, davon ist der Künstler Helmut Bistika überzeugt. „Ich wollte immer Kunst studieren. Damals gab es dazu jedoch nicht so die Möglichkeiten“, erzählt der 1963 geborene Bistika von seinen Anfängen. Also studierte er erst einmal andere Fächer, unter anderem Pädagogik. Die Arbeit mit Kindern ist ihm ein Anliegen. Europaweit hält er Workshops für gesunde, kranke und behinderte Kinder und Jugendliche. „Wenn du diese Kraft und Emotionen, die Kinder in sich tragen als Erwachsener siehst, dann verwirrt dich das. Ich habe von vielen großen Künstlern gelernt, die sehr weise waren bzw. sind. Und dann kommt ein Kind und macht einen Kreis und plötzlich fragst du dich, was du da eigentlich die ganze Zeit zu lernen versuchst.“
Am Donnerstag, 7. August, findet um 19 Uhr im Stoffelhäusl in St. Gertraudi eine Vernissage mit Werken von Helmut Bistika und Schnitzkünstler Martin Ceran, eine Präsentation des Museums der Kultur der Karpatendeutschen sowie ein Kennenlernabend statt. Am Freitag, 8. und Samstag, 9. August findet jeweils von 14 bis 17 Uhr ein Workshop statt, ebenso am Sonntag, den 10. August von 10 bis 13 Uhr. Themen: Freitag – Pferde, Samstag – Wasser, Sonntag – Engel. Die Teilnahme ist kostenlos, es können auch einzelne Tage besucht werden.
Seit 37 Jahren zählt der „Original Almrauschklang“ mit seinem unvergleichigen
Sound zu den fixen und nicht mehr wegzudenkenden Größen der volkstümlichen
Szene. Am Sonntag, den 3. August 2014, um 11.00 Uhr spielen die beliebten fünf
Vollblutmusikanten beim Stoffelhäusl in St. Gertraudi zum Frühschoppen mit
Tanz auf. Die Veranstaltung findet nur bei Schönwetter statt.
ST. GERTRAUDI – „Jedes Kind ist ein Künstler. Das Problem ist nur, wie man ein
Künstler bleibt, wenn man größer wird.“ Mit diesem Zitat von Pablo Picasso
hält es auch Kunstmaler Prof. Hannes Margreiter. Der gebürtige Kundler zählt
zu den international renommiertesten Briefmarkenkünstlern. Alleine die
Österreichische Post hat schon über 120 von ihm gestaltete Briefmarken von ihm
herausgegeben. Als erster Österreicher hat er auch eine Sondermarke für die
BRD gestaltet, ebenso eine Sondermarke für „Governor Arnold Schwarzenegger“.
Hannes Margreiter
Vom 7. bis 11. Juli und 14. bis 18. Juli 2014 leitet Margreiter zum dritten
Mal Acrylwochen in Tirol. Hannes Margreiter: „Unser Atelier wird wieder das
über 530 Jahre alte Stoffelhäusl in St. Gertraudi, tausende Motive mit Burgen,
Bergen, Wäldern, Bächen und Seen finden sich in der näheren Umgebung.“
Unter der fachgerechten Anleitung des Kursleiters bieten Acrylfarben beste
Voraussetzungen für einen ersten oder auch neuen Einstieg in die Malerei.
Gearbeitet wird mit den unterschiedlichsten Materialien und Werkzeugen in
Verbindung mit den Acrylfarben als Grundstoff.
Laut Margreiter sind für seine Kurse keine Vorkenntnisse erforderlich. Es gehe
vor allem darum Kreativität zu wecken und Freude am Malen zu entdecken! Hannes
Margreiter gibt aber auch eine Einführung in das Arbeiten mit Acrylfarben
sowie in die Grundlagen der Farbharmonie. Die Kursteilnehmer will er zum
Experimentieren mit verschiedenen Materialien verleiten und mit ihnen als
Höhepunkt des Gelernten eine „Abschlussarbeit“ gestalten, die im Rahmen einer
Abschlussvernissage am 18. Juli ausgestellt wird.
Informationen und Anmeldung zum Kurs unter: margreiter.net
Vom 6. bis 9. Juni findet im Stoffelhäusl in St. Gertraudi die
Sonderausstellung „Nackte tatsachen“ statt. Gezeigt werden rund 200
historische Aktfotografien aus der Zeit von 1845 bis 1925. Die Ausstellung
wird am Freitag, 6. Juni, um 19 Uhr mit einer Lesung von Ludwig Dornauer –
begleitet von Grammophonmusik – eröffnet und ist an den Folgetagen jeweils von
18 bis 22 Uhr geöffnet.
Der Akt, der unbekleidete menschliche Körper, ist seit Erfindung der
Fotografie ein zentrales Thema und Motiv in diesem Medium. Die Ausstellung
„Nackte Tatsachen“ im Stoffelhäusl in Tirol visualisiert die lange Historie
der Aktfotografie.
Facettenreich präsentiert die Ausstellung das Körperbild, die sich zwischen
1845 und 1925 veränderten Darstellungsformen sowie das gewandelte Körper- und
Geschlechterverständnis. Daguerreotypien, die seit den 1840er Jahren in Paris
entstanden, bilden den Anfang der Aktfotografie.
Die fotografischen „Akademien“, die, meist auf einem Abzug ein Modell von
unterschiedlichen Seiten in verschiedenen Positionen wiedergaben, waren für
viele Künstler ab der Mitte des 19. Jahrhunderts eine preiswerte
Studienvorlage.
Die Zeit um 1900 gilt heute als eine Ära von Verspannung, Prüderie und
Körperfeindlichkeit. Doch es war auch die Epoche, in der die Moderne begann.
Die Menschen befreiten sich von Konventionen und entwickelten ein neues
Verhältnis zu ihrem Körper. Kehrt zur Natur zurück!, lautete die Parole der
Lebensreform-Bewegung. Was auch hieß: Zieht euch aus!
Lernen Sie die vielen kreativen Möglichkeiten der Acrylfarben kennen. Pinsel, Spachteln, Strukturen oder Collagen – alles eine Sache des Tuns. Mit ganz einfachen Techniken zaubern Sie Ihre Werke auf Keilrahmen.
Von links: Sagzahnschmied Hans Guggenberger, Prof. Dr. Norbert Hölzl,
Buchautor Martin Reiter und EU-Konsulent Dr. Johannes Außerladscheiter
Prof. Dr. Norbert Hölzl präsentierte sein neues Buch im Stoffelhäusl
ST. GERTRAUDI (2013-05-03) – Im Stoffelhäusl in St. Gertraudi, wo sich früher
sozusagen im „Dreiländereck“ die Grenzen von Bayern, Salzburg und Tirol
trafen, präsentierte Prof. Dr. Norbert Hölzl vor honorigen Gästen aus Tirol,
München und Wien sein Taschenbuch „650 Jahre Tirol und Österreich“.
Der Untertitel „Ein Durcheinander vom ersten Tag bis heute“ lässt schon auf
einen humorvollen, hintergründigen und teils auch sarkastischen Inhalt
schließen. Das kleine Buch beginnt mit dem schönen Schloss Tirol sowie
Margarethe von Tirol, deren Beiname Maultasch bis heute für Denunzierungen
sorgt und endet mit der heruntergewirtschafteten AUA, die sogar den
Firmennamen „Tyrolean“ ausradierte.
Norbert Hölzl: „Die Verbundenheit der Tiroler mit ihrem Bundesland ist 6x
höher als jene der Wiener mit Wien. Eine niederschmetternde Bilanz nach 650
gemeinsamen Jahren.“ Hölzl schreibt in seinem Buch, wie Rudolf IV. vor 650
Jahren unter sehr dubiosen Umständen Tirol für Österreich erwarb.“ Der damals
23-jährige Herzog trägt den stolzen Beinamen „der Stifter“. Welchen Beinamen
hat Norbert Hölzl diesem Herzog verpasst, dem die größte Urkundenfälschung der
deutschen Reichsgeschichte gelang? – Rudolf der Fälscher! Und Hölzl schreibt
auch über „Diebstähle“: Jenen der weltberühmten Saliera aus dem Schloss Ambras
vor gut 200 Jahren und jenen des berühmten Pacher-Altars durch die Bayern. Bis
heute kerhte keines der Kunstwerke zurück nach Tirol. Das eine steht in Wien,
das andere in München.
Gerhard Klambauer und Karl Seidl von der Österr. Nationalbank in Wien
Kabarettist Franz „Kaiser“ Eberharter und Bezirkshauptmann Dr. Karl Mark
amüsieren sich über Norbert Hölzls historische Betrachtungen
Von links: Dr. Hannes Ausserladscheiter, LK-Präsident Ing. Josef
Hechenberger, EU-Parlamentarier Mag. Dr. Richard Seeber, TIROLER-Vorstand
Mag. Franz Mair und Martin Reiter
Seeber: 25.000 Europäer sterben infolge von Antibiotikaresistenz
ST. GERTRAUDI (2013-01-03) – Bei einem Neujahrstreffen mit ausgesuchten
Tiroler Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Medizin, Landwirtschaft, Kultur und
Politik zeigte Europaparlamentarier Mag. Dr. Richard Seeber am Beispiel des
Schlagwortes “Wasserprivatisierung” auf, wie EU-Entwürfe in der nationalen
Politlandschaft falsch dargestellt werden, die EU als willkommener Sündenbock
für alle möglichen „Fehler“ herhalten muss und Österreich sich als
„EU-Musterknabe“ selbst Wettbewerbsnachteile schafft.
EU-Konsulent Dr. Hannes Ausserladscheiter und Buchautor Martin Reiter hatten am Donnerstagabend eine
hochkarätige Runde zu einem informellen Gespräch ins „Stoffelhäusl“ nach St.
Gertraudi geladen. Unter den Gästen fanden sich u. a. LK-Präsident Ing. Josef
Hechenberger, TIROLER-Vorstand Mag. Franz Mair, Architekt Erich Brunner, Arzt
Dr. Magnus Bitterlich, Autohaus-Geschäftsführer Wolfgang Wurm, Kabarettist Franz
Eberharter, Bgm. Josef Brunner (Gallzein), der Immobiliensachverständige Thomas
Grasl sowie Tischlermeister Klaus Reiter und Immobilientreuhänder Ernst Eder.
Keine Wasserprivatisierung
Zur angeblich von der EU geplanten Wasserprivatisierung meine Richard Seeber:
„Dies ist schlicht und einfach falsch. Der derzeit diskutierte
Gesetzesvorschlag sieht keinen Eingriff in die Entscheidungsfreiheit der
öffentlichen Hand vor, ob sie Dienste der Daseinsvorsorge oder
Infrastrukturleistungen wie Wasser- oder Energieversorgung konzessioniert. Ob
und an wen ein Land bestimmte Dienstleistungen konzessioniert, wird weiter von
Bund, Ländern und Gemeinden entschieden, nicht von der EU“.
EU oft als Prügelknabe
Nicht fair findet es Seeber, dass die EU ständig als Prügelknabe herhalten
muss. Seeber: „Alle möglichen negativen Verordnungen oder Gesetze werden stets
auf die EU geschoben. Bis zur Verordnung von Auto-Stellplätzen bei Wohnanlagen
und WCs in Restaurants. Den wenigsten Menschen ist leider bekannt, dass der
Großteil der Gesetze und Verordnungen immer noch auf Gemeinde-, Landes- oder
Bundesebene verabschiedet werden.“ Ihm sei keine „Kloordnung der EU“ bekannt,
meinte Seeber schmunzelnd, und ergänzend verweist er darauf, dass es in
Strassbourg oder Brüssel wohl in den meisten Lokalen sogar nur ein WC gebe.
Hier bedürfe es einer weitaus besseren Öffentlichkeitsarbeit der Europäischen
Gemeinschaft. Denn das „Friedensprojekt EU“, das uns seit 1945 vor Kriegen
verschont hat, ist in den Köpfen nicht vorhanden.
25.000 Europäer sterben infolge von Antibiotikaresistenz
Weiters thematisierte Seeber die ständig steigende Anwendung von Antibiotika.
„Wenn Antibiotika zu viel verwendet werden, verlieren sie ihre Wirkung.
Deshalb hat das EU-Parlament eine Resolution verabschiedet, in der es
Maßnahmen gegen überflüssige und unsachgemäße Verwendung von Antibiotika in
der Human- und Veterinärmedizin fordert.“ so Seeber. Laut
Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jedes Jahr rund 25.000 Europäer
infolge von Antibiotikaresistenz. Außerdem entstehen Kosten von rund 1,5
Milliarden Euro. “Teil des notwendigen Maßnahmenpaketes ist auch eine bessere
Vorbeugung und Eindämmung von Infektionen. Wir müssen jetzt handeln, damit
Antibiotika morgen noch wirken”, so Seeber.
Regionen und Städte sind wichtig, um Europas Wirtschaft anzukurbeln
Richard Seeber: „Das echte Europa ist das Europa der Regionen, Städte und
Dörfer. Hier werden Entscheidungen gemacht, die unsere Lebensqualität direkt
beeinflussen. Hier wird entschieden, in was genau investiert werden soll.
Dafür können die Regionen die Hilfsmittel der EU nutzen, um neue Job zu
schaffen und Firmen wettbewerbsfähiger zu machen.“
Seebers Tipp: „Heute sollten junge Tiroler Absolventen nicht einfach nur einen
Job suchen, sondern auch versuchen, ihr eigenes Geschäft zu gründen. Die
Vielzahl an EU-Fonds hilft bei der Firmengründung – und damit auch Europa.“
Sorgsamer Umgang mit Pflanzenschutzmitteln
Gerade für die Europäische Volkspartei ist klar, dass wir strenge Kriterien
für alle toxischen Stoffe brauchen und eine größere Flexibilität bei der
Substitution und der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln notwendig ist”,
betonte Seeber, „es geht hier um eine gemeinsame Verantwortung des Herstellers
und des Verwenders.“
Dazu LK-Präsident Ing. Josef Hechenberger: „Pflanzenschutzmittel sind nicht
nur in der Landwirtschaft ein wichtiges Instrument, um die Verbreitung von
Krankheiten und Schädlingen bei Pflanzen zu vermeiden. Auch in anderen
Bereichen, wie etwa bei der Pflege von kommunalen Grünflächen, im
Industriegelände, bei Gleisanlagen oder bei Straßen, Wegen und Plätzen, aber
auch in heimischen Gärten werden Pflanzenschutzmittel angewendet.“
Die Versorgung der Bevölkerung mit ausreichenden, qualitativ hochwertigen und
leistbaren Lebensmitteln erfordere auch den Einsatz eines effektiven und
nachhaltigen Pflanzenschutzes in der Landwirtschaft. „Die Landwirte wissen um
den sorgsamen Umgang mit Pflanzenschutzmittel. Immerhin geht es dabei ja auch
um den Erhalt ihrer eigenen Produktionsbedingungen”, weist Hechenberger auf
umfangreiche Schulun-gen und Informationsmöglichkeiten für Landwirte hin.
Dennoch ist es notwendig, die Verwendung von Pflanzenschutzmittel in allen
Bereichen gründlich auf ihre Wirkungen zu untersuchen. “Wir Bauern nehmen das
Thema sehr ernst und begrüßen daher eine umfangreiche Debatte”, schloss
Hechenberger.
Beim Ausgraben des Stubenbodens entdeckte Martin Reiter im Sommer
2010 Eisenschlacke und zahlreiche Ofenkacheln, die laut
Universitätsprofessoren aus Innsbruck, Krems und Tübingen aus dem 15.
und 16. Jahrhundert stammen.
Mag. Sarah Leib, die derzeit gerade Ihre Dissertation zum Thema
„mittelalterliche Ofenkacheln in Tirol und Vorarlberg“ schreibt, machte
sich ein Bild an der Fundstelle und zeigte sich von den kunstvoll
gestalteten, fast 500 Jahre alten Ofenkacheln begeistert. Leib: „Diese
Entdeckung ist eine ideale Ergänzung zu meinen bisherigen
Forschungen.“ Martin Reiter freut sich: „Frau Leib hat neue Fundobjekte
und wir erfahren etwas über diese bemerkenswerten Stücke.“
Interessant sind aber auch zahlreiche Schlackenfunde im sogenannten
„Stoffelhäusl“. DI Robert Stibich vom Tiroler Bergbau- und Hüttenmuseum
vermutet, dass im Knappenhäusl früher einmal auch ein Schmied seine Arbeit
verrichtete. „Von ihm stammen wohl die Eisenschlacken.“
Aber auch ein historischer Tonpfeifenkopf, Schellen, Gläser und
Tonscherben aus dem 15. und 16. Jahrhundert wurden gefunden. Martin
Reiter: „Durch diese Funde und die Aufarbeitung der Geschichte dieses
Hauses bekommen wir ganz neue Einblicke in die mittelalterliche
Bergbaugeschichte unserer Gegend.“
Die Familie Reiter will das letzte original erhaltene Knappenhaus der
Nachwelt erhalten. Martin Reiter: „Manche können das nicht verstehen,
dass man seine Energie und Geld in ein so altes Haus steckt. Aber jeder hat
eben sein Hobby, andere brauchen ihr Geld zum Rauchen oder für teure
Urlaube – wir stecken es in die Erhaltung eines örtlichen Baudenkmals.“
Den Einsatz für die Erhaltung der Vergangenheit wird wohl erst die
Nachwelt einmal so richtig schätzen.